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Die Seminarräume bleiben noch lange leer ...

... befürchten die Bildungshäuser und wenden sich mit einem offenen Brief an den Bildungsminister, nicht auf die Bildungshäuser zu vergessen.

Bildungshäuser und ihre MitarbeiterInnen sind mehrfach von den Auswirkungen der Corona-Krise existenziell betroffen.

Zusätzlich zu den aktuellen Belastungen befürchten die Verantwortlichen in den Bildungshäusern, dass die Folgen mit der Aufhebung der Beschränkungen in den nächsten Wochen nicht aufgehoben sein werden, sondern bis Ende des Jahres und wahrscheinlich bis ins Frühjahr 2021 anhalten werden. Bildungshäuser sind daher vermehrt auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Unterstützung angewiesen. 

Daher wurde nun gemeinsam mit den Bildungshäusern des Forums kath. Erwachsenenbildung ein offener Brief an den Bildungsminister verfasst. Der Brief drückt die Sorgen der Bildungshäuser aus und ersucht, dass bei den aktuellen Maßnahmen nicht auf die Bildungshäuser vergessen wird.

Konkret ersuchen die Bildungshäuser die gemeinnützige Erwachsenenbildung unter den Rettungsschirm der Bundesregierung zu nehmen:

  • Bildungshäuser sind in dieser Situation besonders auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Wir ersuchen den Ausfallfonds für mittelständische Betriebe auch für Bildungshäuser zu öffnen.
  • Wir denken an direkte finanzielle Unterstützung, wie Zuschüsse oder zinslose Darlehen. Auch indirekte finanzielle Unterstützung kann uns weiterhelfen, wie die Übernahme von Stornogebühren.
  • Wichtig ist es auch, für behördliche Unterstützung zu sorgen, die im Falle einer schriftlichen Schließungsverordnung eindeutig klarmacht, dass hiermit der Versicherungsfall für meldepflichtige Ereignisse, in Verbindung mit behördlich veranlassten Maßnahmen, eintritt. Konkret ersuchen wir,dass in dieser Situation alle beschlossenen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.
  • Wir bitten um Außerkraftsetzung der Pönalbestimmungen bzgl. (vorübergehend) nicht erbrachter Leistungen in allen Förder- oder Leistungsverträgen der öffentlichen Hand.
  • Weiters ersuchen wir auf Eigenanteile der Organisationen bei Förderungen durch Institutionen des Bundes und der EU für die Jahre 2020 und 2021 zu verzichten und um Ausfallsgarantien, wenn es dennoch zu Ausfällen von Förderungen kommt.

Im Gegenzug dazu sind Bildungshäuser bereit  ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten, indem sie den örtlichen Behörden Infrastruktur zur Verfügung stellen. Einzelne Bildungshäuser stellen bereits jetzt Räume und Betten für Notunterkünfte oder Quarantänemaßnahmen zur Verfügung.

 

Der gesamte offene Brief an den Bildungsminister

ARGE Bildungshäuser Österreich

forum kath Erwachsenenbildung Österreich

Leerer Seminarraum im Bildungshaus; Foto: Bildungshaus Sankt Magdalena